Zuhören. Diskutieren. Mitbestimmen.

Am 5. April 2019 bewerbe ich mich beim 70. Kreisparteitag als Nachfolger von Rainer Deppe um den Kreisvorsitz unserer Christlich Demokratischen Union.

Gesellschaftspolitisch stehen wir an einem Scheideweg. Wir beobachten, wie sich unsere Gesellschaft immer weiter in einzelne „soziokulturelle Gruppen“ aufteilt.

Das „aufeinander zugehen“, das „sich gegenseitig zuhören“ und der „Vorrang der Vernunft und des Kompromisses vor egoistischen Individualinteressen“ wird immer weniger wertgeschätzt. Das dürfen wir nicht zulassen und müssen als christliche Partei dagegen einstehen und als positives Beispiel voran gehen. Dafür möchte ich mich einsetzen!

So muss es die Aufgabe des neuen Kreisvorsitzenden sein, erst einmal zuzuhören. Zuhören und in die Stadt- und Gemeindeverbände gehen – hören wo der Schuh drückt. Zuhören und mit den Vereinigungen über den richtigen Kurs unserer Partei diskutieren. Und vor allem den Mitgliedern an der Basis das Ohr schenken und sie wieder stärker in die Richtungsentscheidung unserer Partei einbeziehen.

Führung bedeutet nicht alles vorzugeben und einsame Entscheidungen zu treffen. Sondern die Menschen in der CDU und im gesamten Kreis mitzunehmen und ihnen die Möglichkeit der Mitbestimmung zu geben. Das ist mein Verständnis davon, die CDU wieder breit aufzustellen, so wie es sich für eine Volkspartei gehört. Unsere Bundespartei unter Führung von Annegret Kramp-Karrenbauer geht übrigens derzeit denselben Weg und bezieht unsere Mitglieder mit ein – und das ist gut so!

Einbeziehen heißt diskutieren. Diskutieren heißt eventuell auch unliebsame Meinungen und Positionen ernst zunehmen.

Ich erlebe momentan im Europawahlkampf, wie groß das Bedürfnis nach Diskussionen und Mitbestimmung ist. Diesen Prozess erleben wir auch ganz aktuell bei unserer Grundsatzprogrammdiskussion. Es besteht ein ganz ernster Wille vieler Mitglieder in unserer Partei unseren Kurs mitbestimmen zu dürfen. Und genau deswegen will ich diese Diskussionskultur auch über die Zeit der Grundsatzprogrammdiskussion hinaus aufrechterhalten. Die Zeit des anbrechenden Kommunalwahlkampfes wird uns die Gelegenheit geben, neue Formen der Mitbestimmung zu verwirklichen.

Wo stehen wir als CDU aktuell?

Die CDU ist bundesweit dabei Vertrauen zurück zu gewinnen. Wir im Rheinisch-Bergischen Kreis sind gut aufgestellt. Uns ist es gelungen, in den letzten 20 Jahren meiner aktiven CDU-Tätigkeit fast alle Direktwahlen zu gewinnen. Aber wir stehen nicht nur in der Retrospektive gut da, wir haben auch viele junge Gesichter mit Potential und Charakter. Dennoch dürfen wir uns auf unseren Lorbeeren nicht ausruhen.

Wir sind die letzte Volkspartei und müssen unserer Aufgabe und Verantwortung gerecht werden!

Auf welche Themen und Schwerpunkte müssen wir setzen?

Als Vater einer Tochter ist es mir besonders wichtig, dass wir genauso wie in der Europapolitik auch im Kreis auf Zukunftsthemen, auf Themen der Stabilität, der Sicherheit und des Vertrauens setzen.  

Ein wunderbares Beispiel ist aus meiner Sicht das ganz aktuell diskutierte Innovationszentrum Digitale Bildung des Handwerks und des Mittelstandes, das am Berufsschulstandort in Bergisch Gladbach entstehen soll. Die Regionale 2025 wird dieses Innovationsprojekt gemeinsam mit der Handwerkskammer und unserem Mittelstand im Kreis möglich machen. Und ich gehe noch weiter: was für Oberberg das Steinmüller-Gelände mit seinem Außenstandort der TH Köln ist, das muss für uns das Zanders-Gelände in Bergisch Gladbach und das Rhombus-Gelände in Wermelskirchen werden. Wir müssen die Regionale 2025 nutzen, um die wichtigen Themen im Kreis groß zu denken. Dazu braucht es aber auch die Zusammenarbeit von Kreis und Kommunen.

Wir müssen in unsere Infrastruktur und in die Zukunft investieren!

Wir brauchen mehr Investitionen in Schulen, in Kindergärten, in den Breitbandausbau, in Digitalisierung und in unsere Mobilität. Als einer derjenigen, der das Mobilitätskonzept für den Rheinisch-Bergischen Kreis mitgestalten durfte, weiß ich, wo die Prioritäten zu setzen sind:

  • Wir brauchen das zweite S-Bahn-Gleis für Bergisch Gladbach genauso wie die Elektrifizierung der RB25, die Dreifach-Traktion der Linie 1 und endlich einen schnellen Aufbau eines Schnellbusses von Leverkusen bis nach Wermelskirchen und darüber hinaus.
  • Aber wir brauchen auch maximalen Druck auf die Landes- und Bundesregierung, damit der sechsspurige Ausbau der A4 bis Untereschbach kommt und der reibungslosen Umbau des Autobahnkreuzes Leverkusen sowie der schnellstmögliche Neubau der Leverkusener Brücke gelingt. Die notwendige Vernetzung auch über die Grenzen der Kreispolitik hinaus, bringe ich als Mitglied der Strukturkommission des Regionalrates mit.
  • Aber die CDU stand und steht auch bis heute noch für verlässliche und solide Finanzen – einen schuldenfreien Kreis.

Wir müssen heute vielleicht noch mehr als jemals zuvor unsere finanzielle Handlungsfähigkeit erhalten, um die notwendigen Investitionen stemmen zu können.

Was kann ich der CDU Rheinisch-Bergischer Kreis bieten?

Erfahrung, Engagement und Leidenschaft!

Ich habe aufgehört zu zählen, wie viele Wahlkämpfe ich bereits federführend mit einem Team organisiert habe – bei den Kommunalwahlen in Rösrath sowie im Kreis. Und auch im Landesvorstand der Jungen Union für ganz Nordrhein-Westfalen. Aber auch für Wolfgang Bosbach und Dr. Hermann-Josef Tebroke im Bundestagswahlkampf, für Holger Müller und Rainer Deppe im Landtagswahlkampf sowie für unsere Landräte Rolf Menzel, Dr. Hermann-Josef Tebroke und Stephan Santelmann. Es war für mich immer eine Herzensangelegenheit für die CDU und unsere Ideen zu werben – und das fast immer gemeinsam mit unserem aktuellen Kreisgeschäftsführer Lennart Höring. Als Fraktionsgeschäftsführer bei Holger Müller durfte ich die Arbeit der Kreistagsfraktion über viele Jahre mitgestalten. 

Sieben Jahre war ich Vorsitzender der CDU Rösrath und habe mich dort für die Menschen in meiner Heimatstadt eingesetzt. 

Meine derzeitige berufliche Tätigkeit als Geschäftsführer eines Sportverbandes bringt mir vor allem eines: Personal- und Führungserfahrung.

All meine Fähigkeiten und Erfahrungen will ich einbringen, um die CDU Rheinisch-Bergischer Kreis als Nachfolger von Rainer Deppe weiterhin erfolgreich und als Team in die Zukunft zu führen.

Lassen Sie uns die CDU fit für die Zukunft machen!

Ich bin davon überzeugt, dass wir unsere Partei in eine gute Zukunft führen können und es uns gelingen wird, auch die nächsten Wahlen zu gewinnen. Wir als CDU werden wieder die Integrationskraft besitzen, um unangefochten als Volkspartei der Mitte zu gelten.

Wir haben die neuen und jungen Gesichter für einen glaubwürdigen Aufbruch in die nächste Generation.

Wir sind die Partei, die für die Menschen vor Ort da ist. Uns muss und wird es gelingen, verloren gegangene Bürgermeister zurückzugewinnen. 

Ich bin zuversichtlich, dass es uns ebenso gelingen wird, bei der Europawahl über 35 Prozent zu erhalten und wir wieder einen Abgeordneten im Europäischen Parlament stellen werden. Und damit auch einen Kreisvorsitzenden haben, der sich mit voller Energie und mit den notwendigen Freiheiten zur Gestaltung seiner Zeit auch um die Kreispartei kümmern kann.

Daher werbe ich um Ihr Vertrauen für den Vorsitz der CDU in unserer Heimat, dem Rheinisch-Bergischen Kreis!